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Grundrente nicht auf dem Rücken der Beschäftigten der DRV!

Die GdS hat sich in die Diskussion um die Grundrente eingeschaltet. In einer Stellungnahme zum Gesetzentwurf gegenüber dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales begrüßt die GdS zwar grundsätzlich, dass kleine Renten von langjährig Versicherten aufgewertet werden sollen, hegt aber große Zweifel an der praktischen Umsetzbarkeit zum 1. Januar 2021. 

Unter den jetzigen Bedingungen drohe eine deutliche personelle Überforderung in der gesetzlichen Rentenversicherung, erklärte der GdS-Bundesvorsitzende Maik Wagner: „Eine technische Umsetzung bis Anfang 2021 wird nur sehr schwer möglich sein, da viele Fälle vermutlich händisch bearbeitet werden müssen. Dafür fehlen der Rentenversicherung jedoch mehrere tausend Stellen.“

Insgesamt sieht die GdS die Gefahr, dass die Grundrente nur auf dem Papier, nicht aber in der Praxis funktioniert. Dies ist beispielsweise dann zu befürchten, wenn sehr alte Rentenkonten nicht alle Informationen zur Berechnung einer Grundrente enthalten. „Hier werden Erwartungen bei den Versicherten geweckt, die zum jetzigen Stand nur enttäuscht werden können“, warnte der GdS-Bundesvorsitzende.

Die Einführung der Mütter- und der Flexirente waren in der Vergangenheit wahre Kraftanstrengungen für die Beschäftigten in der Rentenversicherung. Der Mehraufwand, der nun durch die Grundrente entstehen könnte, dürfte allerdings neue Dimensionen annehmen. „Der Gesetzgeber hat den Entwurf zur Grundrente an vielen Stellen nachzubessern, damit sich der Verwaltungsaufwand nicht zu einem bürokratischen Ungetüm entwickelt“, forderte Wagner.


GdS-Stellungnahme zum Referentenentwurf des Grundrentengesetzes (PDF)


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