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GdS fordert Familienpflegegeld

Das Bundesfamilienministerium prüft, wie ein Konzept für ein Familienpflegegeld aussehen könnte. Dies gab Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) kürzlich in einem Interview bekannt. Die GdS unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich.

„Wir begrüßen, dass die Familienministerin dieses Thema endlich auf die politische Agenda setzt“, so der GdS-Bundesvorsitzende Maik Wagner. „Es wird höchste Zeit, dass pflegende Angehörige deutlich entlastet werden.“ Im Mai dieses Jahres hatte der GdS-Bundesgewerkschaftstag einstimmig sein neues Grundsatzprogramm beschlossen. Die GdS fordert darin einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr in die bisherige Beschäftigung und Lohnersatzleistungen analog zum Elterngeld für pflegende Angehörige.

„Pflegende Angehörige übernehmen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und entlasten so die Gemeinschaft. Es ist dringend notwendig, dass die Gemeinschaft nun etwas zurückgibt“, so Wagner weiter. „Häusliche Pflege durch Angehörige gehört der Erziehungsarbeit deshalb gleichgestellt. Ein Familienpflegegeld unter ähnlichen Voraussetzungen wie das Elterngeld ist daher der richtige Weg.“

Die stellvertretende GdS-Bundesvorsitzende und GdS-Bundesfrauenvertreterin Elke Janßen pflichtet dem bei und ergänzt: „Pflegearbeit ist sowohl professionell als auch in der Familie größtenteils weiblich.“ Janßen führt weiter aus: „In zahlreichen Gesprächen mit den Bundesministerien für Soziales und Familie haben wir als GdS-Bundesfrauenvertretung immer wieder klargestellt: Zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf brauchen pflegende Angehörige einen Anspruch auf materielle Absicherung, wenn sie sich in Voll- oder Teilzeit um Familienmitglieder kümmern.“


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