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11.06.2018

AOK Rheinland/Hamburg: Dialog mit Herrn Wältermann

Am 4. Juni 2018 trafen sich Herr Wältermann und die GdS zu einem Gedankenaustausch. Folgende Themen wurden unter anderem erläutert:

Aktuelle Situation der AOK Rheinland/Hamburg

 

Hierzu führte Herr Wältermann aus, dass die AOK Rheinland/Hamburg auch zukünftig von Umstrukturierungsmaßnahmen betroffen sein werde. Wie genau das neue Modell aussehen wird, stehe aber noch nicht fest, das Zielbild wird voraussichtlich aber noch in diesem Jahr fertiggestellt. Er versichert, dass die Umstrukturierung nicht zu betriebsbedingten Kündigungen führen werde. In diesem Kontext stellte er klar heraus, dass er von seinen Mitarbeitern dann aber auch im Rahmen der Zumutbarkeit Flexibilität hinsichtlich Art und Ort der Arbeit erwarte.

 

Die GdS weist darauf hin, dass die Mitarbeiter bei derartigen Umstrukturierungsmaßnahmen mitgenommen werden müssen. Zudem muss die Umstrukturierungsmaßnahme durch ein Regelwerk begleitet werden, sodass die sozialen Auswirkungen für die Beschäftigten so gering wie möglich sind.

 

Gestaltung der digitalen Arbeitswelt

 

Die zukünftige Umstrukturierungsmaßnahme wird auch eine Reaktion auf die Digitalisierung sein. Bevor die AOK Rheinland/Hamburg sich dieser Herausforderung stellt, ist es nach Ansicht von Herrn Wältermann von enormer Bedeutung, die Mitarbeiter zu qualifizieren, um sie auf die neue Arbeitswelt vorzubereiten.

 

Die GdS begrüßt diesen Ansatz, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass ein dauerhafter Qualifizierungsanspruch gegeben sein muss. Einigkeit besteht darin, dass Qualifizierung keine Einbahnstraße ist, sondern sowohl Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, aber auch Pflicht eines jeden Einzelnen, um den Arbeitsplatz zu sichern.

 

Altersteilzeit

 

Auf Nachfrage der GdS erklärte Herr Wältermann, dass er zukünftig die Möglichkeit der Altersteilzeit nicht ausschließen will, allerdings derzeit hierfür keine Möglichkeit sehe.

 

Zulagengewährung

 

Herr Wältermann teilte mit, dass ein überarbeitetes System der wertschätzenden Leistungsrückmeldung geschaffen werden solle. Er bedauerte, dass die derzeitige tarifliche Situation, nicht die Möglichkeit bietet, besonders herausragenden Mitarbeitern eine temporäre Zulage zu gewähren, um ihre Leistung zu honorieren.

 

Die GdS verschließt sich nicht der Notwendigkeit, Leistungsträgern einen bestimmten finanziellen Mehrwert zu bieten. Die GdS weist aber darauf hin, dass eine derartige Möglichkeit nicht dazu führen darf, dass man anderen Beschäftigten etwas wegnimmt. Ohne eine Besitzstandwahrung wird es mit der GdS nicht zu einer Änderung der derzeitigen tariflichen Regelungen kommen.

 

Azubi-Übernahme und Studienunterstützung

 

Auf Nachfrage der GdS stellte Herr Wältermann klar, dass er gewillt ist alle Azubis zu übernehmen, wenn sie ihre Prüfung bestanden haben und zur AOK passen. Zudem verschließe er sich nicht der Möglichkeit, Beschäftigte nach der Ausbildung in ihrem individuellen Studienwunsch zu unterstützen. Eine grundsätzliche Unterstützung aller Studienrichtungen ist jedoch nicht möglich. Es komme darauf an, ob sich das Studium tatsächlich auch für die AOK lohne.

 

Dienstvereinbarung „home office“

 

Einigkeit besteht dahin gehend, dass die Dienstvereinbarung „home office“ ein Gewinn sei und von den Mitarbeitern sehr gut angenommen werde. Herr Wältermann erklärte, dass er das Ziel verfolge, bis zu 20 Prozent der Mitarbeiter das „home office“ zu ermöglichen.

 

Gesetzgebungsverfahren zum SGB V

 

Die beabsichtigte rückwirkende Aufhebung von nach geltendem Recht rechtmäßig begründeten OAV-Mitgliedschaften (Obligatorische Anschlussversicherung) sieht Herr Wältermann kritisch, auch wenn er das eigentlich verfolgte Ziel des Gesetzesentwurfs für richtig hält.
Den rund zweistündigen Dialog empfanden alle Gesprächsteilnehmer als Erfolg. Der regelmäßige Austausch zu aktuellen Themen soll auch in Zukunft fortgesetzt werden.

 

Gesprächsteilnehmer für die AOK Rheinland/Hamburg: Günter Wältermann (Vorstandsvorsitzender), Sabine Hetfeld (Stabsbereichsleiterin Vorstandsreferat), Sabine Deutscher (Geschäftsbereichsleiterin Personal), Matthias Wehner (Unternehmensbereichsleiter Personal/Bildung)

 

Gesprächsteilnehmer für die GdS: Maik Wagner (GdS-Bundesvorsitzender), Romy Wippler und Frank Bäumer (beide AOK Rheinland/Hamburg), Christina Schlegel (GdS-Bundesgeschäftsstelle)

 

 

 

 


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