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17.05.2018

gkv informatik: Kaum Fortschritt

Die zweite Gesprächsrunde zur Vergütungsanpassung 2018 hat am 14. Mai 2018 kaum Fortschritte gebracht.Zwar hat die Arbeitgeberseite ihr Angebot für die linearen Gehaltsanpassungen leicht nachgebessert.

Die GdS hat aber weiterhin klar kommuniziert, dass die Erwartungshaltung der GdS-Mitglieder ein Abschluss orientiert an dem Tarifergebnis im Bereich der AOKen ist, wie wir dies auch in den vergangenen Jahren stets durchgesetzt haben.

 

Und von dieser „Messlatte“ ist das Angebot der Arbeitgeberseite weiterhin deutlich entfernt.

 

Erschwerend kommt hinzu, dass die gkvi die Vergütungsrunde auch mit strukturellen Fragen verknüpfen will. Die gkvi fordert die Möglichkeit, Überstunden auch gegen den Willen des Mitarbeiters auszahlen zu können und will bei angeordneter Samstagsarbeit den freien Montag nicht mehr garantieren. Stattdessen soll die Führungskraft entscheiden können, welcher Ausgleichstag notfalls in der Folgewoche zu gewähren ist.

 

Den letzten Punkt hat die gkvi – ein Fortschritt aus Sicht der GdS – fallen lassen, nachdem die Gewerkschaften übereinstimmend erläutert haben, hierfür keine Notwendigkeit zu sehen und dies auch mit tatsächlichen Zahlen aus der Praxis untermauern konnten.

 

Streitpunkt bleibt aber die Möglichkeit der Auszahlung von Überstunden. Die gkvi stellt sich vor, dass bis zu 100 Stunden jährlich auch gegen den Willen des Beschäftigten ausgezahlt werden können. Zudem sollen sich die Mitarbeiter freiwillig weitere 100 Stunden auszahlen lassen können.

 

Die GdS hat deutlich gemacht, dass sie diese Grenzen für zu großzügig hält. Bei allem Verständnis für die in der aktuellen Situation vorhandenen Arbeitsspitzen sowie den durch den laufenden Personalverlust in einigen Organisationseinheiten schwer sicherzustellenden stabilen Betrieb, halten wir die Auszahlung von 200 Überstunden pro Jahr bei gleichzeitig weiter bestehender Möglichkeit, das Arbeitszeitkonto auf bis zu 200 Stunden zu füllen, für nicht tragbar.

 

Und schließlich möchte die gkvi mit der GdS eine tarifliche Ausdehnung in Arbeitnehmerüberlassung vereinbaren. Die gesetzliche Grenze einer durchgängigen Beschäftigung von 18 Monaten soll auf bis zu 48 Monate ausgedehnt werden. Auch diesen Vorstoß hat die GdS zurückgewiesen. Es mag sein, dass es der gkvi aufgrund der aktuellen Situation schwerfällt, neues Personal einzustellen, so dass auf das Instrument der Arbeitnehmerüberlassung zurückgegriffen werden muss. Eine tarifliche Ausdehnung dieses Instrumentes auf mehr als das Doppelte der gesetzlichen Maximaldauer ist jedoch mit der GdS nicht zu vereinbaren. Zudem hat die Arbeitgeberseite bislang nicht erläutern können, wie sie gleichzeitig die Weiterentwicklung und Weiterbeschäftigung von eigenen Mitarbeitern, deren Tätigkeiten perspektivisch entfallen, sicherstellen will.

 

Insgesamt ist die Verhandlungssituation deshalb schwierig.

 

Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 7. Juni 2018 terminiert. Wir erwarten spätestens in dieser Verhandlungsrunde ein Angebot zur Gehaltsrunde, das unserer Erwartungshaltung entspricht sowie für die strukturellen Themen.

 

 

 

 


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