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15.05.2018

Digitalisierung und Prävention müssen Hand in Hand erfolgen!

Mit den Auswirkungen des digitalen Wandels in der Arbeitswelt beschäftigte sich der GdS-Bundeshauptvorstand auf seiner Sitzung vom 7. bis 9. Mai 2018 in Regensburg. Dabei nahm man insbesondere das Thema Prävention in den Blick.

Aus Sicht der GdS kommt den Sozialversicherungsträgern aufgrund ihrer gesetzlichen Aufgabenstellung eine besondere Vorbildfunktion zur Gesunderhaltung ihrer Beschäftigten zu. Bei der Gestaltung der digitalen Arbeitswelt müssen Prävention und Aspekte der Wirtschaftlichkeit gleichwertig sein. Prävention ist ein wichtiger Punkt der Fürsorgepflicht. Deshalb stellt die GdS die folgenden Forderungen an die Arbeitgeber:

 

1. Wir begrüßen die Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens, erteilen aber einer völligen Loslösung einer betrieblichen Anbindung eine klare Absage. Die Bestimmungen des Arbeitsschutzes und der notwendigen Gefährdungsbeurteilungen müssen auch bei Arbeitsplätzen mit alternierender Telearbeit eingehalten werden.

 

2. Gesundheitsmanagement ist ein wichtiges Element der Mitarbeitermotivation, das allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unabhängig von Arbeitszeit und Arbeitsort zugänglich gemacht werden muss. Kundenorientierung entbindet den Arbeitgeber nicht von der Verpflichtung, den Beschäftigten ausreichend Gelegenheiten zu Arbeitsunterbrechungen und ungestörter Entspannung zu ermöglichen.

 

3. Ständige Erreichbarkeit und dauernde Verfügbarkeit gefährden die Gesunderhaltung und Erholung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fordern Mitarbeiterorientierung bei Arbeitsorganisation, Arbeitsort und Arbeitszeit im Rahmen digitaler Prozesse.

 

4. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss entsprechend ihrer Fähigkeiten die Teilhabe an den technischen Errungenschaften durch Qualifizierungsangebote ermöglicht werden.

 

5. Es müssen geeignete Wege definiert werden, die gesundheitsschädlichen Auswirkungen der technischen Möglichkeiten zu verhindern. Das Delegieren von Arbeitsschutzpflichten bedarf einer vom Arbeitgeber geschaffenen gut qualifizierten Grundlage des Beschäftigten und darf den Einzelnen nicht überfordern.

 

6. Führung auf Distanz erfordert eine entsprechende Qualifizierung der Beteiligten, um die notwendige Kommunikation untereinander zu gewährleisten. Die Vertrauensgrundlagen im Arbeitsverhältnis gelten uneingeschränkt. Die arbeitgeberseitige Fürsorgepflicht muss den Schutz der Persönlichkeit der Beschäftigten garantieren. Insbesondere die psychischen und physischen Belange und Bedürfnisse müssen in den Fokus.

 

Für diese Ziele macht sich die GdS stark!

 

 

 

 


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