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von links nach rechts: Matthias Krones, Harry Euler, Petra Helmke, Detlef Lamm, Maik Wagner, Enrico Ehlert, Karlheinz Löw

14.02.2018

AOK Hessen: Die Zukunft ist digital

Die GdS-Delegation mit dem Bundesvorsitzenden Maik Wagner traf am 30. Januar 2018 mit dem Vorstandsvorsitzenden der AOK Hessen Detlef Lamm und dem Leiter der HA Personal, Finanzen und Infrastruktur Karlheinz Löw zum regelmäßigen Dialog zusammen.

Tarifrunde 2018


Zurzeit laufen in Berlin die Tarifverhandlungen zwischen TGAOK und GdS. Nach zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber zwar ein verbessertes Angebot abgegeben, aber für die GdS ist das vorliegende Angebot noch nicht einmal ansatzweise ausreichend.


Im Gegensatz zu früheren Tarifrunden befinden sich diesmal alle elf AOKs in einer guten finan-ziellen Lage und einer guten Mitgliederentwicklung. Vonseiten der GdS-Delegation wurde auf die guten Gesamtergebnisse hingewiesen. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.


Denen wurde in den vergangenen Jahren auch sehr viel abverlangt, deshalb forderte Maik Wagner einen angemessenen Anteil. Um ein gutes Tarifergebnis zu erreichen, waren sich die Gesprächspartner einig, dass sich alle Beteiligten in der kommenden Verhandlungsrunde intensiv um eine Kompromisslösung bemühen werden.


Landes- und Jobticket


Für 2018 bekommen die Mitarbeiter des Landes Hessen freie Fahrten im ÖPNV mit dem sogenannten Landesticket. Die rechtlichen Grundlagen zum Handeln bei der AOK Hessen und eventuelle Optionen wurden vertiefend erörtert.


Die Problemstellung ergibt sich daraus, dass das Land Hessen nur eine Regelung unmittelbar für die Landesbediensteten getroffen hat und hierbei die nach landesrechtlichen Vorgaben tätigen Beamten, DO-Angestellten oder Arbeitnehmer in kommunalen oder anderen Bereichen von der Regelung nicht betroffen sind.


Der Sachverhalt wurde vonseiten der AOK Hessen bereits im Sinne der Belegschaft geprüft. Leider sind die bisherigen Regelungen zur AOK-internen Umsetzung nicht ausreichend. Sollten Nachbesserungen des Landes Hessen noch erfolgen, dann wurde die Übernahme der Landesregelungen nicht nur für DO-Angestellte, sondern auch für AOK-Tarifangestellten von Maik Wagner gefordert.


Daraufhin erläuterte der Leiter der HA Personal, dass die AOK Hessen bereits nach Lösungen gesucht hat, allerdings bei der Umsetzung die rechtlichen Grundlagen zu beachten sind.


Die Ausführungen sind zwar zutreffend. Aber trotzdem wurde die Erwartungshaltung zum Ausdruck gebracht, dass die AOK Hessen auf das Land Hessen einwirken sollte, damit die positiven Regelungen auch für die DO-Angestellten und durch zusätzliche, freiwillige BAT-Regelungen auch für die AOK-Belegschaft nutzbar sind.


Das Thema bleibt aktuell. Die GdS setzt sich gemeinsam mit dem dbb Hessen weiterhin für eine Nachbesserung für alle Arbeitnehmer ein.


Die Zukunft der AOK als Arbeitgeber


Die GdS stellte die Frage, wie die derzeitige und zukünftige Attraktivität der AOK Hessen als Arbeitgeber gesteigert werden könnte. Gerade bei dem anstehenden demografischen Wandel ist dies für ein modernes Unternehmen wichtig.


Detlef Lamm erklärte hierzu, dass die AOK den Herausforderungen einerseits durch eine deutliche Anhebung der Zahl der Auszubildenden und externen Einstellungen begegnet, anderseits die Möglichkeiten der besseren Digitalisierung zur Entlastung der Belegschaft nutzen wird.


Im Handlungsschwerpunkt „Arbeitswelt 4.0“ greift die AOK Hessen dabei sowohl die Maßnahmen zur Digitalisierung inklusive der Nutzung bei Fragen der Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung sowie die Frage nach der Unternehmens- und Führungskultur auf.


Die GdS betonte in diesem Zusammenhang, dass bereits seit Jahren schon die Arbeitsbelastungen und -verdichtungen für die gesamte AOK-Belegschaft gestiegen sind. Die zusätzliche Ausbildung verstärkt zwar diesen Effekt zunächst, wird aber nachfolgend zu den notwendigen Entlastungen innerhalb der Belegschaft führen. Begrüßt wurden die an Bedeutung zunehmenden Entwicklungen des Diversity Managements, da diese wiederum allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugutekommen werden.


Insgesamt ist der verstärkte Einsatz von Technik im Rahmen der Digitalisierung Mittel zum Zweck. Detlef Lamm betonte, es sei Ziel, gemeinsam mit den Beschäftigten die positiven Aspekte der Digitalisierung für die weitere Unternehmensentwicklung zu nutzen.


Weiterhin wurde von der GdS-Delegation auf die hohen Lebenshaltungskosten in den Ballungsgebieten hingewiesen. Die GdS forderte Lösungsvorschläge vonseiten des Arbeitgebers.


Eine tarifvertraglich vereinbarte „Ballungsraumzulage“ könnte aus Sicht der GdS ein Lösungsweg sein. Dies würde die Attraktivität der AOK Hessen als Arbeitgeber in der Rhein/Main-Region erhöhen. Eine tarifvertragliche Altersteilzeitregelung ist zurzeit keine Option für die AOK Hessen.


Auch in Zukunft soll der regelmäßige Dialog zwischen der AOK Hessen und der GdS weitergeführt werden.

 

 

 

 


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