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25.07.2018

AOK Nordost: Tarifgespräch zu Altersteilzeit, Transformation und Digitalisierung

Zu einem erneuten Gespräch über einen Tarifvertrag zum gleitenden Übergang in den Ruhestand (Altersteilzeit – ATZ) trafen sich Vertreter der GdS mit Herrn von Fintel und Herrn Großer am 19. Juli 2018 in Berlin. Im Zusammenhang mit der Ausdehnung des ATZ-Angebots auf die Jahrgänge 1958 und 1959 wollte die AOK Nordost der GdS Gelegenheit geben, diesen Tarifvertrag noch zu unterzeichnen.

Nachdem nur knapp ein Drittel der Beschäftigten, die die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelungen erfüllen, davon tatsächlich Gebrauch machen, will die AOK Nordost nun weitere Jahrgänge einbeziehen.

 

Die GdS machte deutlich, dass sich an der Meinung ihrer Mitglieder bis heute nichts geändert habe. Das inhaltlich unveränderte Angebot der AOK Nordost bleibt finanziell erheblich hinter den früheren Konditionen nach dem Altersteilzeit-Tarifvertrag, der bis 2009 galt, zurück. Dabei geht es nicht nur um 2,0 Prozent mehr oder weniger bei der Aufstockung, sondern auch um die Mindestnettogarantie, die im alten Tarifvertrag enthalten war.

 

Wenn es in den damaligen „schlechten Zeiten“ möglich war, die bessere Aufstockung anzubieten, muss dies nach unserer Ansicht jetzt erst recht möglich sein (siehe dazu auch „GdS spezial“ vom 19. Dezember 2017).

 

Wir haben daher unsere Forderung wiederholt, die AOK sollte den langjährig Beschäftigten jetzt etwas zurückgeben. Gerade sie mussten durch Arbeitszeitverkürzungen, Umsetzungen und teilweise Herabgruppierungen Einkommensverluste hinnehmen, die sich auch dauerhaft auf die Rente auswirken. Vor diesem Hintergrund können wir den schlechteren ATZ-Konditionen nach wie vor nicht zustimmen.

 

Zu einer Erhöhung der Aufstockungszahlungen ist die AOK jedoch nicht bereit.

 

Als Alternative haben wir daher nochmals ein Modell vorgeschlagen, bei dem bis zum vorgesehenen Renteneintrittszeitpunkt gearbeitet wird, jedoch mit deutlich verkürzter Stundenzahl, aber nur geringfügig reduziertem Gehalt. Eine entsprechende Vereinbarung gibt es bei einer anderen AOK bereits, sodass dies auch bei der AOK Nordost möglich sein müsste.

 

Die AOK-Vertreter nahmen unseren Vorschlag mit Interesse auf, wollten sich dazu aber noch nicht abschließend äußern. Man wolle nun zuerst abwarten, wie die Resonanz auf die jetzt angebotene Altersteilzeitregelung bei den Jahrgängen 1958 und 1959 sei.

 

Da die jetzt angebotenen Altersteilzeitregelungen im engen Zusammenhang mit der anstehenden Transformation und den Auswirkungen der Digitalisierung bei der AOK Nordost stehen, waren auch diese beiden Stichworte Thema des Gesprächs. Die GdS begrüßte die laufenden Verhandlungen über eine Dienstvereinbarung zur Absicherung der Beschäftigten mit dem Gesamtpersonalrat.

 

Grundsätzlich sei zwar eine tarifliche Lösung wünschenswert und mit der TGAOK auch beabsichtigt, da jedoch die konkreten Verhandlungen über dieses Thema noch nicht aufgenommen worden seien, werde es bis zum Abschluss eines entsprechenden Tarifvertrages noch eine Weile dauern. Für die AOK Nordost könnte dieser Tarifabschluss daher zu spät kommen, sodass der Abschluss einer Dienstvereinbarung im Vorfeld sinnvoll sei.

 

Wichtig ist aus unserer Sicht, dass die Dienstvereinbarung grundsätzlich die gleiche Zielrichtung und möglichst auch im Wesentlichen die gleichen Inhalte haben sollte wie der geplante Tarifvertrag.

 

Neben dem Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen, den die AOK Nordost ihren Beschäftigten dankenswerterweise bereits zugesagt hat, sollte auch ein Schutz vor Herabgruppierungen und für den Fall unvermeidlicher Umsetzungen eine Regelung über Fahrkostenzuschüsse enthalten sein.

 

Als Vorlage hierfür könnte der Fusionstarifvertrag gelten, da die Auswirkungen von Transformation und Digitalisierung in mancher Hinsicht ähnlich sein könnten wie die der früheren Kassenfusionen.

 

Die AOK-Vertreter signalisierten hierzu Gesprächsbereitschaft im Rahmen der Verhandlungen über die Dienstvereinbarung.

 

Bereits jetzt wurde ein Termin für ein weiteres Gespräch zu den vorstehenden Themen für den 24. Januar 2019 vereinbart. 

 

Für die AOK nahmen teil: Carsten von Fintel (Unternehmensbereichsleiter Personal) und Robert Großer (Mitarbeiter Grundlagen Arbeits- und Dienstrecht)

 

Die GdS wurde vertreten durch: Henrike Kaesler (GdS-Geschäftsstelle Ost), Silvia Delin, Susann Schumacher, Manuel-Markus Skircke (AOK Nordost)

 

 

 

 


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