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25.07.2019

DAK-Gesundheit: ReOrga der Zentrale - Tarifvertrag erörtert

Was ist das Ziel der DAK-Gesundheit?

 


Zu Beginn der Runde wurde uns die Ausgangssituation erläutert: Die ReOrga soll die Zentrale effizienter machen und die Aufgaben in der Zentrale auf die strategische Komponente konzentriert werden. Personalabbau sei aber nicht geplant, im Gegenteil gebe es nach wie vor eher eine Unterdeckung als einen Überhang. Und auch ein Outsourcing von einzelnen Aufgaben sei nie beabsichtigt gewesen. Deshalb sei es der DAK-Gesundheit auch nicht schwergefallen einen langfristigen Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen und Outsourcing zuzusagen. Wir haben das Signal dieser Zusagen für die Kolleginnen und Kollegen dennoch ausdrücklich begrüßt.

 

Keine unnötigen Pendelzeiten

 

Wichtig sei der Arbeitgeberseite auch gewesen, dass ein möglichst wohnortnaher Einsatz erfolgt. Deshalb habe man die aus der Zentrale herausgelösten Bereiche auch in Hamburg angesiedelt.

 

Einzig die Teile der DAK-Akademie sollen nach Bad Segeberg verlagert werden. Die davon betroffenen Mitarbeiter könnten als einzige durch zusätzliche Pendelzeiten von über zwei Stunden belastet sein. Diese seien dann auch die einzigen, die von der vereinbarten Anrechnung der zusätzlichen Pendelzeiten als Arbeitszeit profitieren würden.

 

Einschränkungen der Sozialauswahl

 

Ein schwieriges Thema war und ist für uns die Einschränkung bei der Sozialauswahl. Die per Tarifvertrag ausdrücklich vorgesehene Möglichkeit, bis zu 5 Prozent der Beschäftigten wegen besonderer Leistungen herauszunehmen sowie die Aufzählung von bestimmten Funktionen die zusätzlich herausgenommen werden können, birgt natürlich Gefahren. Das Interesse des Arbeitgebers ist verständlich: Er möchte, dass trotz der von ihm veranlassten organisatorischen Änderungen alles läuft wie vorher und möchte sich für bestimmte Funktionen am liebsten die „Besten“ aussuchen. Unser Interesse ist aber, dass eine Auswahl nach sozialen Kriterien getroffen wird. Die Vertreter der DAK-Gesundheit haben deutlich gemacht, dass sie verantwortlich mit dieser Möglichkeit umgehen. Jedenfalls erfordert es eine strenge Kontrolle durch den Personalrat…

 

Absoluter Schutz vor Herabgruppierungen

 

Uneingeschränkt positiv bewerten wir den absoluten Herabgruppierungsschutz. Dieser ist auch wichtig, um die Motivation der Kolleginnen und Kollegen nicht weiter sinken zu lassen.


Zukunft der Außenstellen

 

Deutlich gemacht haben wir der Arbeitgeberseite, dass die abweichende Prüfreihenfolge bei der Stellenbesetzung für die Außenstellen zu Ängsten geführt hat. Es ist sicher richtig, dass die dort beschäftigten Kolleginnen und Kollegen überwiegend keinen Wechsel nach Hamburg anstreben. Trotzdem befürchten die Mitarbeiter in den Außenstellen, dass ein Personalabbau in der Zentrale auf ihrem Rücken stattfindet, in dem man die Außenstellen schließt und ihnen dann andere Stellen in der nächstgelegenen Dienststelle angeboten werden (müssen). Die DAK-Gesundheit hat betont, dass das nicht die Zielrichtung sei.


Unterstützungseinheit ist nicht befristet

 

Die Hintergründe der Unterstützungseinheit wurden ebenfalls noch einmal diskutiert. Angesichts der Zielrichtung der Arbeitgeberseite, die Zentrale auf strategische Aufgaben zu konzentrieren, könnte eine solche Einheit sinnvoll sein.

 

Denn die Personalunterdeckung in vielen Bereichen der DAK-Gesundheit ist bekannt. Ob diese Einheit die Probleme tatsächlich zeitnah und strukturiert lösen kann, muss man abwarten. Wichtig ist jedenfalls die Zusage, dass die Unterstützungseinheit dauerhaft bleibt und erst aufgelöst wird, wenn die/der letzte Mitarbeiter mit einem Arbeitsplatz außerhalb der Einheit versorgt ist.

 

Die EMG/GdS-Tarifkommission wird jetzt abschließend beraten und dann entscheiden, ob wir den angebotenen Tarifvertrag abschließen. Die Entscheidung wird bis Ende August fallen.

 

 

 

 

Dateien:
20190725_DAK-Gesundheit_SPEZIAL.pdf137 K

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