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14.03.2018

Einkommensrunde 2018 in Potsdam: Tarifverschleppung, keine Tarifverhandlung!

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen am 12. und 13. März 2018 in Potsdam endete ergebnislos. Zwar wurden einzelne Themenbereiche im Detail beleuchtet, dies geschah jedoch ohne konkrete Verhandlungsergebnisse.

Somit gab es in kaum einem Punkt eine Annäherung und am wenigsten zur linearen Kernforderung von dbb und GdS – zu 6,0 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 200 Euro monatlich, hatten die Arbeitgeber nach wie vor keine Position und auch keinen eigenen Vorschlag.

 

Deshalb gilt auch nach der zweiten Verhandlungsrunde in Potsdam: Die Arbeitgeber kennen die Gewerkschaftsforderungen seit dem 8. Februar 2018, trotzdem sind sie bis heute nicht willens oder in der Lage, ein Angebot vorzulegen. Besonders enttäuschend ist es, dass die Arbeitgeber nicht einmal zum Zukunftsthema Auszubildende sprechfähig sind – das hat mit Tarifverhandlungen nicht viel zu tun. Das Verhalten der Arbeitgeberseite bezeichnete der dbb in seiner Presse-Information eher als Tarifverschleppung und nicht als Tarifverhandlung.

 

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. bis 17. April 2018 vereinbart worden. Bis dahin muss die Zeit genutzt werden, um in der Öffentlichkeit auf den Straßen und Marktplätzen für die berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer zu werben und zu kämpfen. Der dbb und der GdS-Bundesvorstand haben zu diesem Zweck für den Zeitraum vom 14. März 2018 bis 16. April 2018 die grundsätzliche Freigabe zu Arbeitskampfmaßnahmen im Umfang von bis zu eintägigen Aktionen (Warnstreiks) erteilt. Zentrale Maßnahmen sind dabei mit dem dbb abzustimmen.

 

Aufruf zu Arbeitskampfmaßnahmen

 

Alle Arbeitnehmer von Bund und Kommunen, die bei einer der dbb-Mitgliedsgewerkschaften organisiert sind, sind aufgerufen, sich an den Arbeitskampfmaßnahmen zu beteiligen. Im Organisationsbereich der GdS sind von der Entwicklung im allgemeinen öffentlichen Dienst die Arbeitnehmer in den Fachbereichen Renten-, Unfall- und landwirtschaftliche Sozialversicherung sowie Bundesagentur für Arbeit betroffen.

 

Beamte haben zwar kein Streikrecht, dennoch wird ihre Beteiligung und Unterstützung der Forderungen von dbb und GdS in ihrer Freizeit ausdrücklich begrüßt. Die Orte und genauen Daten der Aktionen können im Internet unter www.dbb.de/einkommensrunde abgerufen werden.

 

 

 

 


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