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28.11.2017

Spitzengespräch DRV Rheinland „Auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft“

GdS und Geschäftsführung der DRV Rheinland trafen sich am 15. November 2017 zu ihrem turnusmäßigen Spitzengespräch und besprachen eine umfangreiche Tagesordnung, die insbesondere die Arbeitsbedingungen in der DRV Rheinland beinhaltete.

Bilanzierend stellte die GdS zunächst fest, dass bei der Umsetzung der Entgeltordnung im Hause, die insgesamt über 860 Anhebungen zur Folge gehabt hat, immer noch Problemfelder offen sind. Hierzu sind unter anderem zu zählen:

 

● die Eingruppierung außerhalb der Kern-Sachbearbeitung, zum Beispiel in der Abteilung Verwaltung,

 

● die Eingruppierung der Bezügeberechner und

 

● die Eingruppierung der Beschäftigten in den zentralen Diensten im Service-Zentrum.

 

Hier ist die Geschäftsführung aufgefordert, für Lösungen zu sorgen.

 

Die Tarifierung der neuen Entgeltordnung für die Rehakliniken steht noch aus, da die Abstimmung mit den anderen Partnern in der AgTA DRV erforderlich ist. Der Zeitrahmen hierfür wird voraussichtlich ins Jahr 2018 reichen.

 

Bereits jetzt tägliche Praxis ist die ausschließliche Bildschirmarbeit. Vor allem für die Bearbeiter(innen) in der Abteilung Rehabilitation stellt sich damit die Frage, wie die nach § 8 Bildschirm-Tarifvertrag vorgesehenen bezahlten Arbeitsunterbrechungen zu realisieren sind. Die Geschäftsführung der DRV Rheinland kündigte an, für diesen Personenkreis ein Testverfahren zu starten und eine Rahmenvereinbarung zu schaffen, damit die nötige Rechtssicherheit für alle Beschäftigten erreicht wird. Die GdS regte an, eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Personalvertretung hierzu einzurichten, die sich mit der möglichen Ausgestaltung beschäftigen kann. Arbeitsunterbrechungen für das gesamte Haus wären dann auszurollen, sobald der erweiterte Dokumenten-Workflow abgeschlossen ist.

 

Offen diskutierten die Gesprächsteilnehmer, was in den Unterbrechungen zur Gesunderhaltung der Beschäftigten, insbesondere der Augen, sinnvollerweise angeboten werden sollte. Dies ist umso wichtiger, als in den nächsten Jahren zwei Bildschirme und die aktenlose Verwaltung für alle Beschäftigten Realität werden. Eine tarifvertragliche Regelung zu den Folgewirkungen der digitalen Umwälzungen wurde von beiden Partnern als sinnvoll erachtet, da das bestehende Regelwerk bereits aus den 80er-Jahren stammt. Für die GdS wichtig sind hier der Verzicht auf Herabgruppierungen, Regelungen bei Versetzungen, die die Zumutbarkeit wahren, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Entgeltsicherung bei Einkommensverlusten.

 

Probleme bereitet der Umstieg der IT-Verantwortung in den Klinken der DRV Rheinland von der NOW-IT zum externen Dienstleister NEXUS. Die erste Klinik in Bad Neuenahr hat den Wechsel vollzogen. Allerdings mussten hohe technische Hürden und Probleme gemeistert werden. Der nächste Rollout ist für die Eifelklinik in Manderscheid geplant. Um mehr technische Sicherheit zu gewährleisten, wird dort zunächst eine virtuelle Testklinik geschaffen, in der die Prozesse zur Anwendung gelangen und getestet werden.

 

Problematisch hat sich in der Vergangenheit die Beschaffung der Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in den Rehakliniken ausgewirkt. Zwischenzeitlich wurden DRV-weit Kriterien für die Zulassung privater Anbieter definiert. Diese können bei der DRV nun ihre Zulassung beantragen und erhalten ein Zertifikat, falls sie die Kriterien Qualität, Wartezeit und Preis zufriedenstellend erfüllen. Mittelfristig ist davon auszugehen, dass auch die DRV-eigenen Kliniken nach diesen Kriterien zertifiziert werden.

 

Die GdS stellte fest, dass die derzeitige tägliche Kappungsgrenze in der Dienstvereinbarung zur gleitenden Arbeitszeit wenig Flexibilität ermöglicht und rechtlich nicht haltbar ist. Sie schlug vor, die Kappungsgrenzen nur noch zum Quartalsende einzusetzen. Dieses hätte den Vorzug, dass die von den Mitarbeiter(inne)n geleistete tatsächliche Arbeitszeit auch erfasst und angerechnet wird. Mehr Flexibilität wird beim Abbau der „Pluszeiten“ innerhalb eines Quartals ermöglicht. Hier können sowohl dienstliche als auch private Erfordernisse besser in Einklang gebracht werden.

 

Außerdem regte die GdS an, dass für Buchungen innerhalb der Kernzeit von bis zu zehn Minuten (zum Beispiel für Raucherpausen) kein Korrekturbeleg mehr gefertigt werden sollte. Die pauschale Speicherung der ATZ 75 für derartige Unterbrechungen sollte hier ausreichen. Sollte diese Unterbrechungszeit dienstlich begründet sein, ist nach wie vor ein Korrekturbeleg erforderlich. Die Geschäftsführung sagte wohlwollende Prüfung zu, da auch ihr an einer Straffung der Arbeitsprozesse in der Verwaltung gelegen ist.

 

Zur Perspektive bezüglich alternierender Telearbeitsplätze äußerte sich die Geschäftsführung vorsichtig. Ein Ausbau hänge davon ab, wie sich die fortschreitende Digitalisierung in der Deutschen Rentenversicherung auf die Arbeitsprozesse insgesamt auswirken werde.

 

Zum ausgesetzten Stellenbesetzungsverfahren des Prüfdienstes/Ad-Hoc informierte die Geschäftsführung die GdS darüber, dass entgegen der anderslautenden Gerüchte noch keine Entscheidung getroffen wurde.

 

Die Geschäftsführung bekräftigte, dass die Ausbildungsangebote und Wege wie bisher fortgesetzt werden sollen.

 

Der mehrstündige Dialog war für alle beteiligten Gesprächsteilnehmer ein Erfolg. Wir werden inhaltlich am Ball bleiben.

 

Gesprächsteilnehmer für die Geschäftsführung der DRV Rheinland: Heinz Krumnack, Holger Baumann

 

Gesprächsteilnehmer für die GdS: Siglinde Hasse (GdS-Bundesgeschäftsführerin), Elke Janßen (stellv. GdS-Bundesvorsitzende), Reinhard Dienst, Klaus-Dieter Henrichs, Astrid Walter-Strietzel, Thomas Aderhold, Michael Schmidt, Lothar Heggen, Margot Böhl, Dirk Gabriel, André Krause, Sven Pientak (alle DRV Rheinland)

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