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23.11.2017

BITMARCK: Auftakt zur Entgeltrunde: Kein guter Start!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Bitmarcker, fristgerecht haben wir die Entgeltvereinbarungen mit BITMARCK zum 31 Dezember 2017 gekündigt. Und wie es seit Jahren gelebte Praxis in der BITMARCK ist, haben wir als GdS nach der Befragung unserer Mitglieder einen frühen ersten Termin als Verhandlungsauftakt gewählt.

In dem Termin am 23. November 2017 ist allerding schnell Ernüchterung auf unserer Seite eingekehrt. Natürlich ist nicht zu erwarten, dass die Arbeitgeberseite in einer ersten Verhandlungsrunde auf alle Vorschläge der Gewerkschaft eingeht. Dennoch haben wir, nachdem wir bewusst auf eine „politische Forderung“ verzichtet und den Arbeitgeber intensiv mit der „echten Erwartungshaltung“ unserer Mitglieder an die Gehaltsentwicklung konfrontiert haben, mit deutlich konstruktiveren Verhandlungen seitens der Arbeitgeberseite gerechnet als wir sie dann tatsächlich erlebt haben.

 

Das Angebot einer Laufzeit von 36 Monaten mit einer Erhöhung von jeweils ein Prozent zum 1. Januar ist schon weit weg der Erwartungshaltung unserer Mitglieder und auch von der Realität. Es wird nicht viel besser, wenn die Arbeitgeberseite im Laufe der Gespräche andeutet, dass man auch mit einer Laufzeit von 24 Monaten leben könnte. Denn unsere Mitglieder haben die klare Erwartung gespiegelt, eine Erhöhung von mehr als drei Prozent zum 1. Januar 2018 bei einer Laufzeit von 12 Monaten erreichen zu wollen.

 

Die als zusätzliche Varianten angebotene Gewährung einer vermögenswirksamen Leistung in Höhe von zehn Euro oder aber die Alternative einer Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 39 auf 38,5 Stunden sind für uns auch keine Lösung. Schlimmer noch ist aber, dass diese Verhandlungsführung in sich nicht schlüssig ist. Denn in der Vergangenheit hat der Arbeitgeber BITMARCK die Wiedereinführung der vermögenswirksamen Leistungen insbesondere mit Blick auf den angeblich viel zu hohen Verwaltungsaufwand abgelehnt. Nun ist der Verwaltungsaufwand plötzlich kein entscheidendes Argument mehr, vielmehr hat auch BITMARCK erkannt, dass die Gewährung einer vermögenswirksamen Leistung die Stimmung in der Belegschaft erhöhen könnte. Das ist grundsätzlich erfreulich, stellt sich nur die Frage, warum man den Verwaltungsaufwand dann für eine Leistung von gerade einmal zehn Euro auf sich nehmen will.

 

Die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit kann auch aus Sicht der GdS eine Variante sein. Es passt nur nicht zusammen, wenn BITMARCK in den Verhandlungen eine solche Arbeitszeitreduzierung ins Spiel bringt, während man gleichzeitig betont, wie schwierig es aktuell ist, das vorhandene Personal zu halten oder neues Personal für wichtige Aufgaben zu rekrutieren.

 

Was hat uns sonst noch geärgert? Die Arbeitgeberseite hat einen Großteil der Entgelttarifverhandlungen dazu genutzt, eine tarifliche Regelung zur Erfassung von Qualifikationen der Beschäftigten einzufordern, die man offensichtlich auf der Ebene der Betriebsräte nicht durchsetzen kann. Mehr oder weniger hat man durchblicken lassen, dass von einer Einigung in diesem Punkt auch die Bereitschaft über einen vernünftigen Entgeltabschluss abhängt. Das ist für die GdS schlicht inakzeptabel!

 

Und schließlich ist uns der Mangel an Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Kolleginnen und Kollegen sauer aufgestoßen. Denn auf unseren Hinweis, dass angesichts dieser Haltung auf Arbeitgeberseite möglicherweise bereits im Januar erste Streikmaßnahmen von unserer Seite drohen, erhielten wir zur Antwort, dass die Arbeitgeberseite bei einem Streik die Gehälter spare, was eher in ihrem Sinne sei.Offenbar hat man auf Seiten der BITMARCK entweder vergessen, dass ein Streik auch zur Nichterledigung der Arbeit führt, oder aber die Arbeitsleistung wird von BITMARCK für eher entbehrlich gehalten. Trotz allem hat die GdS einem weiteren Verhandlungstermin vor Weih-nachten zugestimmt. Dieser ist für den 18. Dezember 2017 vorgesehen. Ob dieser Termin tatsächlich stattfinden wird und ob dann tatsächlich Anfang Januar erste Streikmaßnahmen erforderlich sind, hängt einzig davon ab, ob BITMARCK bereit ist, zu konstruktiven Gespräche zurückzukehren.

 

Wir werden weiter informieren.

 

 

 

 

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