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22.06.2017

KKH: Tarifverhandlungen zur betrieblichen Altersversorgung – die Leistungen der Anlage 7 dürfen nicht angetastet werden!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, die KKH hat bereits im Zusammenhang mit der letzten Gehaltsrunde angekündigt, über die betriebliche Altersversorgung nach Anlage 7 zum KKH-TV verhandeln zu wollen. Hintergrund ist, dass aufgrund der Null-Zins-Politik im Euroraum aktuell aus der Anlage der Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung nicht die erforderliche Rendite zu erzielen ist.

Dazu muss man wissen, dass die Anlagemöglichkeiten für die betriebliche Altersversorgung aus gutem Grund sehr eingeschränkt ist auf sehr sichere Kapitalanlagen mit einer auf zehn Prozent beschränkten Möglichkeit der Aktienbeimischung. Dies führt dazu, dass die zur Deckung sämtlicher Anwartschaften notwendige Rendite von circa 4,6 Prozent im Augenblick nicht zu erzielen ist.


Dies wird auch aller Voraussicht nach in den nächsten Jahren so bleiben, selbst wenn die Zinsen wieder steigen. Denn sämtliche Gelder, die aus der Vergangenheit aktuell neu anzulegen sind, oder neue Beitragseinnahmen, die jetzt anzulegen sind, werden zwangsläufig erst einmal zu den jetzigen Konditionen angelegt werden müssen.


Auf dieser Basis haben KKH und GdS in zwei ers-ten Runden die Situation analysiert. In den Tarifgesprächen am 16. Juni 2017 wurde zudem eine Beratungsfirma hinzugezogen, die verschiedene Szenarien durchgerechnet hat.


Einigkeit konnte jedenfalls im Hinblick auf die realistischerweise anzusetzenden Parameter für die Analyse erreicht werden. Und Einigkeit bestand auch in der Frage, im Zuge der weiteren Verhandlungen jetzt konkrete, natürlich anonymisierte Beispielsfälle zu rechnen, damit erkennbar wird, in welchen Konstellationen sich welche Änderungen wie auswirken.


Zwei Dinge hat die GdS-Tarifkommission an dieser Stelle aber bereits deutlich gemacht:


1. Es gibt von unserer Seite keine Akzeptanz, bestehende Leistungszusagen zu kürzen. Insbesondere ist der in der jetzigen Anlage 7 vereinbarte Garantiezins von 4,0 Prozent für die GdS nicht verhandelbar.


2. Bei allem Verständnis für die aktuell schwierige Situation im Hinblick auf das Erwirtschaften dieses Garantiezinses darf bei jeglicher Lösung nicht in Vergessenheit geraten, dass es die Arbeitgeberseite gewesen ist, die sich aus der VBL zurückgezogen und sich für das aus ihrer Sicht günstigere Modell einer eigenen Altersversorgungseinrichtung entschieden hat.


Auf dieser Basis werden die Gespräche voraussichtlich am 6. Juli 2017 fortgesetzt.


Für die GdS verhandelten: Stephan Kallenberg (stellv. GdS-Bundesgeschäftsführer), Egbert Lux, Peter Schuster und Wolfgang Thaysen (alle KKH)

 

 

 

 

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