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Das Werbegespräch- kurze Anmerkungen für Interessierte

Um es vorweg zu nehmen: Das persönliche Gespräch, die Beziehungsebene, ist das Wichtigste bei der Ansprache potentieller neuer Mitglieder! Jedes noch so schöne „Handout“ kann den persönlichen Kontakt nicht ersetzen. Und dafür brauchen wir Sie!

Sie sind das Bindeglied zwischen Ihren Kolleginnen und Kollegen und uns, Ihrer Fachgewerkschaft GdS. Deshalb sind Sie auch die Spezialistin bzw. der Spezialist für Themen und Probleme, die in Ihrer Dienststelle derzeit Relevanz haben.

Möchten Sie noch ein paar Hinweise für ein gelungenes Werbegespräch? Dann schauen Sie einfach in die folgenden Seiten.

Viel Erfolg bei der Umsetzung in die Praxis!

 

Erfolgreiche Vorbereitung des Werbegesprächs

Bevor Sie in ein Gespräch einsteigen, empfiehlt es sich, sich Gedanken darüber machen, wo, wann und mit welchem „Aufhänger“ Sie den Einstieg in einen Kontakt finden. Kennen Sie alle Kernargumente, die pro GdS anzuführen sind? Beschäftigen Sie sich auch mit den Gegenargumenten und mit den Vorteilen unserer Mitbewerber, die kommen erfahrungsgemäß auf jeden Fall.

Selbstverständlich hält die GdS für Sie jede Menge Informationsmaterial bereit, das Sie zur Unterstützung des Gesprächs anfordern können. Anfordern können Sie die Materialien via Telefon, Email oder Internet.

Wenn Sie konkrete Fragen haben, können Sie sich selbstverständlich auch vorher an die für Sie zuständige Geschäftsstelle wenden, die Kolleginnen und Kollegen dort können Sie auf jeden Fall kurzfristig auf den neuesten Stand bringen.

Da Sie ja am besten einschätzen können, welches konkrete Thema für das Gespräch möglicherweise in Frage kommen wird, wählen Sie die dazu passenden Materialien aus. Das ist auf jeden Fall besser und zielgerichteter als gleich alles auf den Tisch des Hauses zu legen.

Es empfiehlt sich, den Gesprächseinstieg so zu wählen, dass man nicht sofort mit der „Tür ins Haus“ fällt, sondern erst ein paar einleitende persönliche Worte zu finden, um so eine positive Grundstimmung zu erreichen. Sollte der Gesprächspartner erkennbar keine Zeit zum gewählten Zeitpunkt haben, ist es sicher besser, einen verbindlichen Alternativtermin zu verabreden.

Selbstverständlich reden Sie aus Überzeugung über die GdS, denn Ihre Begeisterung wirkt auf die Kollegin oder den Kollegen im positiven Sinnen „ansteckend“. Erzählen Sie Ihre Geschichte, das kommt authentisch und sympathisch beim Gegenüber an! Und vergessen Sie nicht, etwa 70 % dessen, was ankommt, ist das, was Sie ausstrahlen und baut auf Emotionen und Sympathie. Nur der Rest ist die inhaltliche Botschaft. Diese ist ohne eine positive Grundstimmung, ohne emotionale Grundlage, nicht zu „verkaufen“.

Für die Kollegin/den Kollegen ist es wichtig, verstanden zu werden. Wann fühlt man sich denn verstanden?

Dazu ein Zitat von Carl Rogers:

„Wenn Dir jemand wirklich zuhört, ohne Dich zu verurteilen, ohne, dass er versucht, die Verantwortung für Dich zu übernehmen oder Dich nach seinen Mustern zu formen – dann fühlt sich das verdammt gut an. Jedes Mal, wenn mir zugehört wird und ich verstanden werde, kann ich meine Welt mit neuen Augen sehen und weiterkommen.“

Die gängigen Rhetorikmittel vom Aktiven Zuhören über das Stellen offener Fragen, das Spiegeln, das Wiederholen und Zusammenfassen und vieles mehr haben Sie bereits im Rahmen Ihrer Aus- oder Fortbildung bzw. Ihres Studiums gehört. Jetzt können Sie dies alles in die Praxis umsetzen.

"Wie wichtig Gott das (zu-)hören nimmt, können wir schon daraus ersehen, dass wir zwei Ohren, aber nur einen Mund bekommen haben." Dr. Pöschl

Mit etwas Vorbereitung, jedoch auch mit der situationsgegebenen Flexibilität und Kreativität wird es Ihnen  gelingen, die Kollegin, den Kollegen dort argumentativ abzuholen, wo es nötig ist, um dann, wenn alles gut läuft, auch zielgerichtet zum Abschluss zu kommen.

Selbstverständlich dürfen Sie sich – wenn Sie das mit dem Gegenüber so abgestimmt haben, auch Notizen machen. Hier ist es allerdings wichtig, diesen Prozess transparent zu gestalten.

Noch ein Tipp: Stellen Sie kurz vor dem Abschluss (der Beitrittserklärung oder der Vereinbarung eines Folgetermins) nur noch „geschlossene Fragen“, die mit ja oder nein zu beantworten sind. Hiermit führen Sie im Gespräch. Probieren Sie es einfach einmal aus.

Einwandbehandlung

Einwände sind Chancen! Ihr Gegenüber zeigt auf alle Fälle schon einmal ein grundsätzliches Interesse an der GdS und das ist positiv. Wir haben ein paar typische Einwände zusammengestellt.

„Die Mitgliedschaft bringt mir nichts, die Tariferhöhungen kommen doch sowieso!“

Ohne die GdS gäbe es gar keine Tariferhöhungen. Durch den grundgesetzlich verankerten Auftrag sind es die Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen, die  für die Verbesserung und Weiterentwicklung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen zuständig sind. Das ist ein weitreichendes Feld und beinhaltet neben den Tarifverträgen auch die konkreten Arbeitsbedingungen, Urlaubsansprüche Sonderzuwendungen und Mitwirkungsmöglichkeiten sowie Mitspracheregelungen in Selbstverwaltung, bei Gesetzesanhörungen etc. Damit hat die Gewerkschaft der Sozialversicherung ein reichhaltiges Betätigungsfeld, denn gerade in der Sozialversicherung tut sich mächtig was. Wenn jemand Einfluss haben möchte oder auch nur über den eigenen Tellerrand hinaus blicken will, ist sie/er bei uns genau an der richtigen Adresse. Wir befragen unsere Mitglieder, bevor wir in die erste Runde der Tarifverhandlungen gehen, denn wir verhandeln schließlich für unsere Mitglieder. Mitbewerber, die auch Unorganisierten vorgaukeln, für diese zu verhandeln, täuschen sich und andere. Der Auftrag aus dem Grundgesetz betrifft nur tarifgebundene Mitglieder und keine sonstigen! Wenn Arbeitgeber den geschlossenen Tarifvertrag dann auf alle erstrecken, machen sie dieses aus den unterschiedlichsten Gründen, z.B. aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung oder weil sie kein Interesse an einer Stärkung der Gewerkschaften haben. Aber es gibt durchaus auch andere Beispiele.

„Ich habe eine Rechtsschutzversicherung! Wozu brauche ich da noch eine Gewerkschaft?“

Eine Rechtsschutzversicherung federt vielleicht noch die Unwägbarkeiten, die ein Arbeitsverhältnis so mit sich bringt, ab. Aber: Über eine Rechtsschutzversicherung können Sie weder Ihr individuelles Gehalt aushandeln noch im Verhandlungswege mit Ihrem Arbeitgeber einen Tarifvertrag abschließen. Dieses Recht und zugleich diese Verpflichtung wurde den Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen übertragen, um damit in unserem Staat die Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen zu definieren und zu verbessern.

„Meine Ausbildung endet sowieso, da weiß ich noch nicht?“

Gerade an dieser wichtigen Schwelle Ihrer Erwerbsbiografie ist es wichtig, einen starken Partner an der Seite zu haben. Wir bereiten Sie in Seminaren unter fachkundiger Leitung auf Ihre Abschlussprüfung vor. Mit der GdS-Jugend können Sie viel erleben und langsam an den Stellschrauben drehen, die aus Sicht der nachwachsenden Generation zu bedenken sind. Bringen Sie sich heute bei der GdS ein und gestalten Sie Ihre Zukunft.

„Es gibt andere Gewerkschaften, die handeln, wo andere überlegen“

Die GdS handelt mit Überlegung. Was nützen „Schnellschüsse“, die eher Schaden als Nutzen stiften?

„Es gibt andere Gewerkschaften, die sind mitgliederstärker.“

Die GdS ist die Fachgewerkschaft der Sozialversicherung. Unsere Mitbewerber tummeln sich in vielen anderen Bereichen. Unsere Sach- und Fachkompetenz ist unbestritten, unsere Aussagen sind treffsicher. Außerdem kennen wir unsere Mitglieder und deren Probleme – bei anderen Gewerkschaften ist vieles anonym und deren Mitgliederstärke in der Sozialversicherung nicht ausgeprägter. Wir wissen, wovon wir reden, denn wir kennen uns aus.

„Mitbewerber besitzen einen besseren Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung, in Politik, Wirtschaft und Medien.“

Ja, das stimmt, aber unsere Präsenz in der Sozialversicherung ist sehr groß – insbesondere durch das flächendeckende Netz an ehrenamtlichen Strukturen in unserem Organisationsbereich. An unserer stärkeren medialen Erscheinung arbeiten wir – entscheidend ist die Durchsetzungsfähigkeit und eine starke Mitgliederbasis in der Sozialversicherung. Wir verzetteln uns nicht, wir fokussieren uns auf das Wesentliche, nämlich die Arbeitsbedingungen in der Sozialversicherung! Und wir werden selbst oder über unsere Dachorganisation dbb auch am Anhörungsverfahren zu neuen Gesetzen beteiligt.

„Gewerkschaften erreichen nichts – zu magere Abschlüsse.“

Gewerkschaften können nur dann Verhandlungsdruck aufbauen, wenn die gestellten Forderungen auch durch entsprechende Arbeitskampfmaßnahmen unterstützt werden. Untersuchungen haben ergeben, dass viele Mitarbeiter heute nur noch bedingt an derartigen Maßnahmen teilnehmen wollen. Die Gewerkschaften sind umso stärker, je mehr Beschäftigte mitmachen. Aber ohne eine starke GdS an Ihrer Seite erreichen Sie nichts.

„Gewerkschaften sind nicht mehr zeitgemäß.“

Gegenfrage: Wer möchte schon gerne mit seinem Arbeitgeber individuell sein Gehalt verhandeln? Und wer außer den Gewerkschaften ist in der Lage, die Arbeits-und Wirtschaftsbedingungen in der Bundesrepublik zu gestalten? Diesen Auftrag haben die Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigung durch die Verfassung erhalten. Eine Alternative dazu gibt es nicht. Wenn Sie die GdS als nicht mehr zeitgemäß empfinden sollten, helfen Sie mit, die Modernisierung voranzubringen. Wir haben demokratische Strukturen, in denen aktive Mitarbeit an sehr vielen Stellen möglich und willkommen ist.

„Die tun nichts für mich.“

Haben Sie sich schon einmal gefragt, woher all die Errungenschaften rund um Ihren Arbeitsplatz rühren? Gemeint sind auch solche „Selbstverständlichkeiten“ wie regelmäßiges Gehalt, Urlaub, Freistellungsmöglichkeiten usw. Und auch die Wochenarbeitszeit ist Ergebnis von gewerkschaftlicher Arbeit. Von Nichts kommt nichts.

„Dafür habe ich kein Geld übrig.“

Dass die GdS für die Erfüllung ihrer Aufgaben Geld benötigt, ist sicherlich jedem klar. Wir wirtschaften sparsam und behutsam und werden regelmäßig von gewählten Kassenprüfern revidiert. Das gilt nach den bestehenden Ordnungen auch für die Kassenführung der Untergliederungen. So wird sichergestellt, dass alles seine Richtigkeit hat. Und der Beitrag zur GdS ist verglichen mit unseren Mitbewerbern günstig, und das bei unseren hervorragenden Leistungen. Und eines ist ganz klar: Jeder Euro, der durch unsere Beitragszahler aufgebracht wird, wird nur zur Erreichung der klar definierten Gewerkschaftsaufgaben benutzt und kommt so unseren Mitgliedern mittelbar wieder zu Gute.

„Ich sehe in der Mitgliedschaft keinen Nutzen für mich“

Dann haben Sie bestimmt noch nicht genau hingesehen. Wir bieten für jeden Anspruch das richtige Produkt. Und was das Wichtigste ist: Wir sind im Bedarfsfall schnell und zuverlässig für Sie da – telefonisch, per E-Mail oder persönlich. Wir bieten den kurzen Draht zum richtigen Ansprechpartner. 

„Ich möchte in meiner Dienststelle nicht auffallen!“

Wie in jeder Organisation gibt es Mitglieder, die sind aktiver als andere. Wenn Sie für sich die Entscheidung treffen, “nur“ ein zahlendes Mitglied sein zu wollen, ist das komplett in Ordnung. Unsere Unterstützung steht Ihnen selbstverständlich im Bedarfsfalle zur Verfügung. Andererseits gibt es viele Wege, sich in Mitgliederbefragungen, in der Gremienarbeit auf den verschiedenen Ebenen oder in zeitlich befristeten Projekten einzubringen. Ob Sie in Ihrer Dienststelle aktiv das Heft in die Hand nehmen, z.B. in der Personalvertretung, das entscheiden Sie selbst. An Ihrer Seite stehen wir, wenn Sie uns brauchen- Versprochen.

„Wir sitzen sowieso am kürzeren Hebel!“

Unterschätzen Sie nicht die Möglichkeiten, die Ihnen durch eine Mitgliedschaft entstehen, sei es durch Initiativen, die Sie über die GdS vor Ort starten können oder in anderen ehrenamtlichen Funktionen, z.B. als Versichertenberater oder im Prüfungsausschuss. Schauen Sie doch einfach einmal, ob nicht das Passende für Sie dabei ist und sprechen Sie uns an.

Zu guter Letzt

Nach dem erfolgreichen Gespräch und der ausgefüllten Beitrittserklärung dürfen Sie zu Recht stolz auf sich sein! Vielen Dank für Ihre Unterstützung und die Weiterempfehlung unserer GdS. Wir sind gerne für Sie und das neue Mitglied da. Rufen Sie uns an, dafür sind wir da.


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