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Dem Nachwuchs eine Chance geben

 

Der demografische Wandel wirkt sich auch auf das Bewerberpotential für Auszubildende in der Sozialversicherung aus und wird weiter zunehmen. Die Anzahl, aber auch die Qualität der Bewerber, so wird häufig konstatiert, sinkt. Die Aufgaben in der Sozialversicherung bleiben auch zukünftig umfassend und anspruchsvoll. Um weiterhin qualifizierten Nachwuchs zu sichern und bedarfsgerecht ausbilden zu können, sollten nach Auffassung der GdS Arbeitgeber bei der Bewerbersuche vermehrt neue Wege gehen, um Potentiale und Kompetenzen zu nutzen.

Eine Möglichkeit ist es, auch Bewerber mit niedrigen oder mittleren Bildungsabschlüssen verstärkt in die Auswahlverfahren mit einzubeziehen, die bisher hiervon ausgeschlossen blieben. Mit entsprechender Förderung gibt es in diesem Personenkreis motivierte Menschen, die für eine Ausbildung in der Sozialversicherung geeignet sein können. Hierfür kann, neben weiteren ausbildungsbegleitenden Hilfen der Arbeitsagenturen, das Angebot der ausbildungsvorbereitenden Einstiegsqualifizierung in den Dienststellen genutzt werden. Grundsätzlich noch nicht Ausbildungsfähige können auf diesem Wege zusätzliche Unterstützung erhalten. Dies gilt in besonderem Maße auch für die Ausbildung von Geflüchteten, die dauerhaft in Deutschland bleiben wollen und dürfen.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung weist hier ausdrücklich darauf hin, dass diese Personen insgesamt einerseits ein hohes Qualifikationspotenzial mit sich bringen, andererseits aber gerade bei den jungen Geflüchteten ein bedeutender Qualifikationsbedarf besteht. Durch die Möglichkeit zur Teilnahme an der Ausbildung vorgeschalteter Maßnahmen, kann ein bedeutender Beitrag zur sozialen Integration und erste Schritte zur finanziellen Unabhängigkeit von Geflüchteten geleistet werden. Insbesondere der auf diese Weise hergestellte persönliche Kontakt zwischen Arbeitssuchendem und Arbeitgeber kann für beide Seiten von hohem Nutzen sein. Die GdS begrüßt daher das Angebot derartiger Maßnahmen. Der sofortige Einstieg von Geflüchteten in eine Ausbildung in der Sozialversicherung ist grundsätzlich natürlich auch denkbar und aus GdS-Sicht erwünscht, dürfte aber insbesondere aufgrund der Sprachbarrieren eher die Ausnahme sein.


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