(0228) 9 77 61-0
Einloggen / Registrieren
Drucken

 

 

Einigung zur Einkommensrunde 2016 - 4,75 Prozent mehr Gehalt:
Das ist Ihr Stück vom Kuchen!

 

Mit substanziellen Erfolgen der Gewerkschaften bei Entgeltordnung, Zusatzversorgung und Linearanpassung ist die Einkommensrunde 2016 am 29. April in Potsdam zu Ende gegangen. Insbesondere die lineare Erhöhung der Tabellenentgelte im Gesamtvolumen von 4,75 Prozent ist mehr, als zwischenzeitlich in den Tarifverhandlungen möglich schien.

„Diese Einigung bedeutet reale Einkommensverbesserungen, die die Kolleginnen und Kollegen verdient haben und direkt im Geldbeutel spüren werden“, bewertete dbb-Verhandlungsführer Willi Russ das Tarifergebnis für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Die GdS fordert, dass die Renten-, Unfall- und landwirtschaftliche Sozialversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit dieses Ergebnis in eigenständiger Tarifierung übernehmen.

Auch mit Blick auf die Zusatzversorgung hätten sich die Gewerkschaften mit ihrem flexiblen Ansatz durchsetzen können. Russ: „Bei den Zusatzversorgungskassen, die nachweislich in finanziellen Schwierigkeiten stecken, wird der Finanzierungsbeitrag von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu gleichen Teilen erhöht – das ist nachhaltig, sachgerecht und fair.“

Leider hätten die Gewerkschaften nicht alle Forderungen durchsetzen können. Bei der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden und der sachgrundlosen Befristung waren die Arbeitgeber nicht von ihrem Irrweg abzubringen, erklärte der dbb-Verhandlungsführer. „Damit schaden Bund und Kommunen weiter der Attraktivität des öffentlichen Dienstes vor allem bei jungen Kolleginnen und Kollegen, was sich angesichts der demografischen Krise noch rächen wird.“

Russ erinnerte außerdem daran, dass die Einkommensrunde 2016 für den dbb erst dann abgeschlossen sein wird, wenn die Tarifeinigung zeit- und wirkungsgleich auf die Beamten und Versorgungsempfänger des Bundes übertragen worden ist.

Eckpunkte der Einigung

► Lineare Erhöhung der Entgelte ab 1. März 2016 um 2,4 Prozent und ab 1. Februar 2017 um weitere 2,35 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten;

► Erhöhung der Auszubildendenentgelte ab 1. März 2016 um 35 Euro, ab 1. Februar 2017 um weitere 30 Euro (plus Lehrmittelzuschuss von 50 Euro jährlich);

► 29 Tage Urlaubsanspruch für alle Auszubildenden ab dem Urlaubsjahr 2016 (bisher 28 Tage);

► Verlängerung der Regelung zur Übernahme von Auszubildenden für ein Jahr nach erfolgreicher Abschlussprüfung bei betrieblichem bzw. dienstlichem Bedarf bis zum 28. Februar 2018.

Zur Verbesserung der Entgelt- und Arbeitsbedingungen für Fachkräfte in der Bundesverwaltung werden die Entgeltgruppen 9b bis 15 um die Tabellenwerte der Stufe 6 analog der Entgeltgruppen 9 bis 15 der VKA ergänzt und in der Entgeltgruppe 9a eine Stufe 6 mit dem Tabellenwert 3.456,98 Euro eingefügt, der rückwirkend zum 1. März 2016 um 2,4 Prozent erhöht wird.

Verhandlungs- und Bundestarifkommission des dbb haben das Ergebnis ausführlich unter Mitwirkung der Vertreter(innen) aus den Reihen der GdS diskutiert. Am Ende stimmten beide Kommissionen mit großer Mehrheit für die Annahme des Kompromisses. Alle aktuellen Informationen zur Einkommensrunde 2016 mit Bund und Kommunen finden Sie auf den Sonderseiten des dbb unter www.dbb.de im Internet.

 

Einkommensrunde 2016 für DGUV, DRV und SVLFG:
6,0 Prozent soll unser Stück vom Kuchen sein!

 

 

 

Die Ergebnisse der bundesweiten Mitgliederbefragung im Gepäck, tagten am 19. Februar 2016 die GdS-Tarifkommissionen von DGUV, DRV Bund, DRV KBS, TgDRV und SVLFG in Berlin. Schwerpunkt der gemeinsamen Sitzung der Tarifkommissionen war die Vorbereitung der Einkommensrunde 2016.

Die Tarifkommissionen werteten zunächst die Ergebnisse der erfolgreichen Mitgliederbefragung aus. Die überwältigende Mehrzahl der Befragten erwartet eine deutliche Erhöhung der Entgelte. Übereinstimmend wurde festgestellt, dass die Beschäftigten von DGUV, DRV und SVLFG genauso von Inflation und steigenden Lebenshaltungskosten betroffen sind wie alle anderen. Vor diesem Hintergrund hat die Mehrheit der befragten Mitglieder bei der DGUV einen Forderungsschwerpunkt zwischen 3,0 Prozent und 6,0 Prozent favorisiert.

Die Forderung unserer Mitglieder nach einer linearen Vergütungserhöhung in Höhe von 6,0 Prozent deckt sich mit den dbb-Forderungen zur Einkommensrunde 2016. Einstimmig beschlossen daher die Tarifkommissionen entsprechend der dbb-Forderung im Einzelnen für ihre jeweiligen Träger folgende Forderung für die Einkommensrunde 2016:

●  lineare Erhöhung der Tabellenentgelte um 6,0 Prozent
●  Erhöhung der Auszubildenden-Entgelte um 100 Euro monatlich
●  30 Tage Urlaub für alle Auszubildenden
●  unbefristete Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung
●  zwölf Monate Laufzeit
●  zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifergebnisses für alle Bundesbeamt(inn)en
●  tariflicher Ausschluss sachgrundloser Befristung

Die Verhandlungen des dbb mit Bund und Kommunen starten am 21. März 2016 in Potsdam.

(Mehr Informationen zur Einkommensforderung 2016 in GdS-Spezial DGUV vom 19.02.2016, GdS-Spezial DRV vom 19.02.2016 und GdS-Spezial SVLFG vom 19.02.2016)